[Review] Beowulf (1999) mit Christopher Lambert (im Blu-ray und DVD-Mediabook Cover B)

6.5
Zusammenfassung:

Story

Beowulf aus dem Jahr 1999 ist ein Sci-Fi-Action-Pop-Art-Film, der auf dem altenglischen Heldengedicht gleichen Namens basiert, mit diesem aber nicht unbedingt viel gemeinsam hat, wenn man auf werktreue Umsetzungen setzt. Inhaltlich geht es um den Helden Beowulf, gespielt von Christopher Lambert (Highlander), den es auf die Burg von König Hrothgar verschlägt. Dort treibt das Ungeheuer Grendel sein Unwesen, das wie eine Techno-Version von Predator gefährlich und vor allem tödlich ist. Ritter Roland und Königstochter Kyra stellen sich dem entgegen, während sich Kyra und Beowulf anfreunden, was Roland nicht ganz so gut gefällt. Nichtsdestotrotz hat auch das schlimmste Monster eine Mutter und die ist sogar noch mächtiger als ihr Sohn. Sie erst hat mit König Hrothgar Grendel gezeugt, nachdem die Königin sich suizidierte. Wie das alles zusammenhängt, kann der geneigte Filmfan selbst entscheiden, Fakt ist, dass die Vorlage und die Verfilmung nicht direkt zusammenhängen, so aber doch im Sinne der Dekonstruktion eine interessante Variante des Beowulf-Stoffes bieten und mit Hrothgar und seinem Sohn Grendel die Lesart des Heldengedichtes auf den Kopf stellen, beziehungsweise noch weiter mythologisieren. Wer jetzt denkt, dass sich dies nach schwerer Kost anhört, dem sei nur geraten, dass es sich hier um einen der besten Popart-Scif-Fi-Action-Filme seit Masters of the Universe, Cyborg oder Buckaroo Banzai handelt. Christopher Lambert wird für Fans eine Augenweide sein, aber auch Götz Otto als Roland, Rhona Mitra als Kyra oder Oliver Cotton als Hrothgar.

Bild und Ton

Wenn man sich bei einem Low-Budget-Film wie diesem auf das Bild konzentriert, kommt es natürlich zu Abzügen. Diese sind allerdings auf das Rohmaterial bezogen, nicht auf die Restaurierung durch das Label, welches in Zusammenarbeit mit Filmjuwelen die Blu-ray-Premiere dieses gar nicht so alten Filmes anbietet. Das Bild (16:9 (1,85:1)) ist deshalb zwar nicht genial, aber durchwegs hochwertig und wer den Film im Kino gesehen hat, der oder die wird wissen, dass gerade die dunklen Szenen vom Filmmaterial leider dem Budget geschuldet sind. Trotz allem bietet sowohl die DVD, als auch die Blu-ray ein hervorragendes Bild, das natürlich auf der Blu-ray noch mehr glänzt. Das CGI ist sicherlich ein Punkt, den viele kritisieren werden und das zu dieser Zeit definitiv schon besser war, wenn man sich den etwas später, aber fast zeitgleich entstandenen Matrix ansieht. Aber noch einmal, das Budget ist hier natürlich um Welten schlechter gewesen. Der Ton ist ebenfalls passabel mit seinem Dolby Digital 2.0, man darf hier aber natürlich nicht das erwarten, was heute tontechnisch umgesetzt wird. Hervorzuheben ist definitiv der coole Techno-Metal-Soundtrack, geschrieben von Ben Watkins, den manche Trance-Fans vielleicht von Juno Reactor kennen, die Don Davis, den Komponisten von Matrix bei den Fortsetzungen des Matrix-Franchise unterstützten. Nichtsdestotrotz, die Songs sind ungemein dicht über den ganzen Film verteilt und alle leider recht kurz angespielt, aber dennoch ziemlich cool für jene, die mit Fear Factory, Front 242, Junkie XL oder auch Monster Magnet was anfangen können.

Verpackung und Ausstattung

Nun aber zum Kernstück dieser Edition von Retro Gold 63, die wieder ein haptisch gewohnt hochwertiges und samtig in den Händen liegendes Mediabook herausgebracht haben, das zwar mit keinen Gloss-Effekten oder ähnlichem Punkten kann, aber mit zum Film passend umgesetzten Cover-Varianten (hier Cover B) und einer Limitierung für Sammler (A und B jeweils zu 444 Stück, das zugegeben schicke Cover C zu nur 112 Stück). Wer sich nur für ein Cover entscheiden muss, beziehungsweise noch entscheiden kann, braucht aber keine Angst zu haben, da alle Cover im Booklet enthalten sind, sowie Cover C auf der DVD und B auf der Blu-ray abgebildet sind, ein weiteres Alternativ-Cover mit nackten Tatsachen gibt es als Booklet-Cover. Das Booklet selbst ist ebenfalls wieder sehr gut gelungen und kommt mit der wie immer sympathischen Einleitung der Retro Gold 63 Crew daher, sowie einem exklusiven Interview mit Götz Otto. Wo das Eine möglich ist, wird das andere schwierig. Denn zum großen Manko gehört leider, dass es eigentlich sonst gar kein Bonusmaterial gibt, außer ein paar Trailern und dem Beowulf-Trailer, sowie einer Fotoshow von den Dreharbeiten. Nicht einmal das Making-of der alten Kinowelt-DVD ist enthalten. Ich kann es immer nur wiederholen, ein Audiokommentar oder eine kleines Video-Feature erhöht den Wert solcher Editionen massiv und wenn schon ein Exklusivinterview gemacht wird, kann man doch sicher auch andere Dinge in die Wege leiten. Zuletzt dürfte spekuliert werden, dass die Blu-ray durch die Kooperation mit Filmjuwelen später mal in einer Amaray- oder Schuberedition erscheint.

Technische Details

16:9 (1,85:1)

Tonspuren

Dolby Digital 2.0 Deutsch, Englisch

Untertitel

Deutsch

Bonusmaterial

Original-Trailer und weitere Trailer
Fotoshow von den Dreharbeiten

 

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