[Review] Der Wolfsmensch (1941) als 4K Steelbook (Universal Monster Classics) (inkl. Blu-ray)

8.6
Zusammenfassung: Universal führt seine Monster Classics fort und bringt mit Der Wolfsmensch von 1941 wiederum einen von Bild und neu bearbeitetem Ton hochwertigen Monsterfilm, der sich im Steelbook in die Linie einreiht und eine okkulten Werwolfgeschichte bietet, die inszenatorisch düster und hoffungslos geraten ist und gerade deshalb ein früher Klassiker.

Dieses wird der dritte Streich und in diesem Fall der Streich der Kralle von Der Wolfsmensch (1941), der des Nächtens heult und tagsüber einem eher unscheinbaren Leben hinterhergeht. Wiederum von Universal spendiert, gibt es wie zu erwarten keine große Kritik an dieser 4K-UHD-Steelbook-Ausgabe des gerade mal 80 Jahre zählenden Films, der quasi ein Teenager der Universal Monster Classics ist.

Erzählt wird die Geschichte von Larry Talbot (Lon Chaney Jr.), der als quasi verlorener Sohn zu seinem Vater Sir John Talbot (Claude Rains aus Der Unsichtbare) zurückkehrt, da sein Bruder plötzlich umgekommen ist. Larry versucht sich im Dorf zu integrieren und sich etwas auf Freiersfüße zu begeben. Bei der hübschen Verkäuferin Gwen Conliffe (Evelyn Ankers) kauft er sich einen Gehstock, auf dem ein Silberkopf in Wolfsgestalt prangt. Zu einem gemeinsamen Date gehen Larry und Gwen in den Wald (wohin auch sonst), als Anstandsdame ist Gwens Freundin Jenny dabei, die sich von einem Wahrsager aus der Hand lesen lässt.

Kurz vor dem Knutschen mit Gwen hören sie und Larry einen Kampf, bei dem Larry eingreift und sich mit einem Wolf anlegt, den er mit seinem silbernen Kampfstock totschlägt. Larry wird dabei jedoch vom Wolf gebissen, seine Wunde scheint am nächsten Morgen allerdings verheilt und der Wahrsager Bela (Bela Lugosi) ist ermordet. Die Polizei möchte nun natürlich für Aufklärung sorgen, wir aber bewegen uns nun in die Annalen der Lykantropie, wo sich Menschen in Wölfe verwandeln.

Von der Bildqualität gibt es auf der UHD-Disc in Punkto Detailschärfe wieder mal nichts auszusetzen und sie ist der Blu-ray tätsächlich um Längen an Information voraus. Gerade der Nebel im Wald, der am Boden entlangkriecht, während der Wolfsmensch über ihn pirscht, ist Gothic-Cinema at it’s best. Aber auch der Pfeifenrauch, die Nachtszenen oder die glänzenden Lippen von Evelyn Ankers, bei der man sogar mal eine Träne sieht, zeigen hier nahezu eine Poesie dieses Horrorfilms, die ich auf Blu-ray bisher so nicht wahrnehmen konnte, obwohl diese qualitativ auch wirklich gut ist. Wenn der Wolfsmensch dann an vom Regen glänzenden Bäumen steht und den Totengräber am ebenfalls regennassen Kreuz eines Grabes anfällt, weiß jeder UHD-Fan, dass sich die Anfaschaffung gelohnt hat.

Kommen wir zu den Bonusmaterialien. Wiederum gibt es einen hervorragenden Audiokommentar von Filmhistoriker Tom Weaver, die Dokumentation „Monster im Mondlicht,“ „Mit reinem Herzen: das Leben und Erbe von Lon Chaney Jr.“ und einiges anderes, wie die informative Doku „Der Schöpfer der Monster: das Leben und die Kunst von Jack Pierce.“ Definitiv tolles Bonusmaterial, aber leider wieder nichts neues für die Besitzer der alten Blu-ray und stellenweise auch der alten DVDs. Schade.

Das Steelbook selbst ist gewohnt hochwertig, wie die anderen aus der Edition der Universal Monster Classics, silbern glänzend, monochrom und ein Stück weit in die Bronze gehend. Ein Booklet wird wieder mal nicht geboten, dafür gibt es aber ein schönes Foto auf dem Innencover von Vater Talbot vor dem kritischen Moment, bevor er die größte Sünde eines Vaters begeht. Auf dem Frontcover sieht man Lon Chaney Jr. in voller Teddybären-Montur, auf dem Backcover durch die Wälder schleichend. Wer wissen möchte, wie es mit dem Wolfsmenschen weitergeht, der greife wiederum Frankenstein – Die ultimative Monster-Collection von Koch Films, wo es mit Frankenstein trifft den Wolfsmenschen fast nahtlos übergeht.

Wer weiter noch Interesse an einem anderen tollen Wolfsmenschen hat, der möge bitte zu Paul Naschy greifen. Der achtzigjährige Wolfsmensch von Universal aber zeigt in dieser Edition noch mehr von seiner okkulten und düsteren Atmosphäre.

Und immer dran denken:

„Rotkäppchen war auch eine Werwolfgeschichte, aber es gibt noch viele andere.“

8.6 Gesamtwertung
Der Wolfsmensch (1941) als 4K Steelbook (Universal Monster Classics) (inkl. Blu-ray)

Universal führt seine Monster Classics fort und bringt mit Der Wolfsmensch von 1941 wiederum einen von Bild und neu bearbeitetem Ton hochwertigen Monsterfilm, der sich im Steelbook in die Linie einreiht und eine okkulten Werwolfgeschichte bietet, die inszenatorisch düster und hoffungslos geraten ist und gerade deshalb ein früher Klassiker.

Story
10.0
Bild
9.5
Ton
9.0
Ausstattung
5.5
Verpackung/ Edition
9.0
PROS
  • grandioses Bild
  • überarbeiteter Raumklang
  • passendes Steelbook
  • unverzichtbarer Werfwolfklassiker
CONS
  • wieder mal kein neues Bonusmaterial
  • Booklet Fehlanzeige
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